06. Dez 2022
07. Dez 2022
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Feuersteinfelder Mukran

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Nur wenige Kilometer südlich von dem in Mukran befindlichen Fährhafen befindet sich zwischen dem Kleinen Jasmunder Bodden und der Ostseebucht Prorer Wiek eine als „Schmale Heide" bezeichnete Nehrung.

Sie stellt die Verbindung zwischen Sassnitz und dem Ostseebad Binz her. Entstanden ist dieser etwa zwei Kilometer breite Landstreifen in seiner heutigen Gestalt im Zusammenhang mit der letzten Eiszeit. Im seinem nördlichen Bereich liegt das bereits 1935 unter Schutz gestellte Naturschutzgebiet „Schmale Heide und Feuersteinfelder“.

Die Feuersteinfelder Mukran als beliebtes Ausflugsziel

In der warmen Jahreszeit ist auf der Insel Rügen nahezu jedes Hotel bis auf den letzten Platz ausgebucht. Dann stellen die langen Sandstrände vor den bekannten Seebädern der Ostseeküste die beliebtesten Aufenthaltsorte der Urlauber dar, die dann beim Sonnenbaden und bei Spiel, Spaß und Sport am und im Wasser Erholung vom Stress des Alltags finden.

Doch nicht wenige von ihnen nutzen ihren Aufenthalt auf der Ferieninsel auch dazu, zumindest einige deren landschaftlicher Reize zu erkunden. Je kälter das Wetter sich im Verlauf des Jahres zeigt, um so mehr Urlauber widmen sich dann mittels Wanderungen oder Radtouren der Entdeckung von Natur und Architektur und stellen dabei fest, dass die Insel Rügen vieles mehr zu bieten hat als

  • Sonne,
  • Strand
  • und Wasser.

So erfreuen sich auch, die oft als „Steinernes Meer" bezeichneten Feuersteinfelder zwischen Mukran und Prora einen großen Zuspruch und gelten als ein beliebtes und viel besuchtes Ausflugsziel.

Die Entstehung der Feuersteinfelder

Von unserem Hotel in Bergen aus ist die, die Feuersteinfelder umgebende Heidelandschaft bequem über die B 196 und die weiterführenden Landstraßen L 293 und L 29 zu erreichen. Eingebettet in die von Kiefern, Wacholderbüschen und Stechpalmen durchsetzte Heidelandschaft befinden sich hier insgesamt 14 bis zu 25 Meter breite und etwa einen Meter hohe Geröllwälle, die überwiegend aus Feuersteinen bestehen. Diese Steine wurden vor mehreren Tausend Jahren aus der Kreideküste der Halbinsel Jasmund herausgewaschen, vor deren Küste sozusagen „zwischengelagert" und später von Sturmfluten an ihre jetzigen Lagerstätten verbracht.
Die Steine, die übrigens in einzelnen Exemplaren überall auf der Insel zu finden sind, besitzen größtenteils eine schwarz-weiße Färbung und zeigen sich von außergewöhnlicher Härte. Entstanden sind sie aus Verwitterungsrückständen von Kalksteinen, die im erdgeschichtlichen Zeitalter von Jura und Kreide entstanden sind und die Einlagerungen aus Feuerstein besaßen.

Feuersteine - bevorzugter Werkstoff unserer Vorfahren

Die enorme Härte und die sich daraus ergebenden sehr scharfen Bruchstellen dieser Feuersteine wurden von den bereits weit vor Beginn unserer Zeitrechnung lebenden Menschen dazu verwendet, zunächst im Rohzustand und später bearbeitet als Werkzeuge eingesetzt zu werden. Funde in der Nähe der Feuersteinfelder Mukran belegen, dass Steinwerkzeuge in Form von

  • Faustkeilen,
  • Äxten,
  • Sicheln,
  • Messern
  • oder Speerspitzen

auf Rügen bereits 3000 v. Chr. verwendet wurden.

Daneben eignet sich Feuerstein sehr gut dazu, ein Feuer zu entfachen. Entweder werden zwei Feuersteine gegeneinander geschlagen oder ein Feuerstein wird an einem schwefelhaltigen Mineral entlang geschlagen. Die dabei entstehenden Funken dienen zum Entzünden von Zunder, der beispielsweise aus trockenem Moos, Holzspänen oder Wolle bestehen kann. So kannten unsere Vorfahren Feuerstein nicht nur als Werkzeug, sondern auch als Möglichkeit, das für viele Zwecke benötigte Feuer zu entfachen. Kein Wunder also, dass Feuersteine von der Insel Rügen zur damaligen Zeit bis an den Mittelmeerraum als begehrte Tauschobjekte galten.

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